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Hardy’s Backgammon Forum
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Autor Thema: Moultezim Problem #7  (Gelesen 2474 mal)
Andreas
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« am: 06. November 2007, 00:56:17 »

Wie setzt Schwarz hier am sinnvollsten und warum?

« Letzte Änderung: 23. Juli 2009, 21:22:13 von Hardy » Gespeichert
wintom
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Luck is the idol of the idle.


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« Antworten #1 am: 06. November 2007, 10:50:02 »

Schwierig, schwierig... Huch 24/20 21/15 wäre mein Zug. Ich bin im Rennen vorn und laufe nirgendwo Gefahr geprimt zu werden. Also möchte ich mir all die schönen Landeplätze erhalten, auf denen ich nach Hause hüpfen kann. Es verbleiben womöglich 3 Steine auf der 24 hinter einer 3er-Prime, aber das finde ich nicht so schlimm. Ich möchte Weiß auf jeden Fall den 4er Pasch erhalten und möglichst jede Chance auf eine Prime auf ihrer Seite des Boards verhindern.

Thomas
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Andreas
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« Antworten #2 am: 06. November 2007, 19:08:43 »

Frank, deine Meinung?
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FrankBerger
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« Antworten #3 am: 06. November 2007, 19:59:51 »

24-18,8-3

Ich liege im Rennen vorne. Allerdings nicht sooo weit das es egal ist. Trotzdem die Steine auf 11 und 9 sind schöne Sprungbretter. Wenn ich *nicht* die 3 mache habe ich unter Umständen zwar jede Menge Vorsprung aber darf meine Steine dann alle auf der 5 einsortieren (sowas passiert mir regelmäßig!). So habe ich zwei Steine in beiden Vierteln und was das schöne ist, die Nummern um auf die Felder zu kommen und weiterzuziehen sind diversifiziert.

Auf meiner Seite des Boards passiert mir nix, wenns geht schiebe ich meine Prime weiter
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Andreas
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« Antworten #4 am: 06. November 2007, 21:36:52 »

24-18,8-3

Ich liege im Rennen vorne. Allerdings nicht sooo weit das es egal ist. Trotzdem die Steine auf 11 und 9 sind schöne Sprungbretter. Wenn ich *nicht* die 3 mache habe ich unter Umständen zwar jede Menge Vorsprung aber darf meine Steine dann alle auf der 5 einsortieren (sowas passiert mir regelmäßig!). So habe ich zwei Steine in beiden Vierteln und was das schöne ist, die Nummern um auf die Felder zu kommen und weiterzuziehen sind diversifiziert.

Auf meiner Seite des Boards passiert mir nix, wenns geht schiebe ich meine Prime weiter

Klasse Frank,
ich sehe wir kommen den Griechen ganz unabhängig voneinander beide  zunehmend auf die Schliche  Cool

Die Sache ist für etwas erfahrenere Fevga-Spieler nicht schwierig  Zwinkernd; sondern jedenfalls einen zweiten Stein ins Zielfeld zu transferieren ist sonnenklar mit Franks Begründung.

Grundsätzlich:
Es ist erstebenswert im Zielfeld nicht nur irgendwie einen Stein zu haben, sondern möglichst mehrere und davon möglichst einen weit vorn - und wenn wir den Gegner vor dem Einzug in sein Zielfeld zugeprimt haben, dann gilt das erst erst recht.

Die schwarze Prim, die Weiss am Einzug ins Ziel hindert, bleibt immer hübsch da stehen, wo sie ist und wird nur, wenn es gar nicht anders geht, nach vorne bewegt.

Von nun an werden die schwarzen Steine einer nach dem anderen so tief, wie möglich, ins schwarze Zielfeld gespielt.

So machen wir Pips und bereiten eine gute Bear-off Ausgangsposition vor, während sich Weiss hoffentlich möglichst vollständig auf 22 versammelt.
DANN - und nicht jetzt! - laufen wir mit 21 los und lassen Weiss 1er oder andere kleine Zahlen ziehen - alles andere ist ja geblockt. Jetzt ist der Moment, wo sich unser Rennvorsprung so richtig ausbaut.

Während Frank 24/18, 8/3 vorschlägt, wurde am Table noch radikaler gezogen: 11/1 !

Der 1er ist ein Schlüsselpunkt gerade auch hier (Tzannes erklärt leider nicht, was so schlüsselartig an den Schlüsselpunkten in den verschiedenen Spielsituationen ist) ; denn er verschafft uns maximale Timungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit unserer Prim.

Ich nehme an, der Zug am Tisch - konsequent zur 1 -  ist richtig, auch, wenn eine gewisse Gefahr einer weissen Prim 13-10 entsteht, die nur noch mit 5ern und 6ern übersprungen werden kann, würde aber mit einem Chouette Captain Frank nicht streiten, wenn er seinen Zug 8/3 24/18 macht Ja
« Letzte Änderung: 06. November 2007, 22:06:51 von Andreas » Gespeichert
FrankBerger
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« Antworten #5 am: 06. November 2007, 22:33:32 »

Grundsätzlich:
Es ist erstebenswert im Zielfeld nicht nur irgendwie einen Stein zu haben, sondern möglichst mehrere und davon möglichst einen weit vorn - und wenn wir den Gegner vor dem Einzug in sein Zielfeld zugeprimt haben, dann gilt das erst erst recht.

Warum so weit vorne? Wenn er zur Prime gehört ist es sonnenklar, aber wenn nicht? meine Überlegung ist, das wenn ich sehr viele Steine ganz vorne habe (und keine Prima habe oder sonst ein Konstrukt wo mein gegner mal nicht alle Pips nutzen kann) ich beim Auswürfeln Pips verliere, deshalb würde ich die Punkte mit der Wertigkeit 6,4,5,3,2,1  anstreben.

Schade das man da nicht mal ne Chouette machen kann. Würde ich viel lernen....
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Andreas
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« Antworten #6 am: 06. November 2007, 23:11:13 »

Grundsätzlich:
Es ist erstebenswert im Zielfeld nicht nur irgendwie einen Stein zu haben, sondern möglichst mehrere und davon möglichst einen weit vorn - und wenn wir den Gegner vor dem Einzug in sein Zielfeld zugeprimt haben, dann gilt das erst erst recht.

Warum so weit vorne? Wenn er zur Prime gehört ist es sonnenklar, aber wenn nicht? meine Überlegung ist, das wenn ich sehr viele Steine ganz vorne habe (und keine Prima habe oder sonst ein Konstrukt wo mein gegner mal nicht alle Pips nutzen kann) ich beim Auswürfeln Pips verliere, deshalb würde ich die Punkte mit der Wertigkeit 6,4,5,3,2,1  anstreben.

Schade das man da nicht mal ne Chouette machen kann. Würde ich viel lernen....

Hier in #7 haben wir jedenfalls eine Prim und damit können wir den 1er Punkt gut gebrauchen, um den Gegner maximal zu crunchen.

Wie ist es allgemein?

Das ideale "Bear off triangle" oder die berühmten "7,5,3" können wir im Moultezim meist nicht realisieren. Der wichtigste Punkt im Zielfeld im Hinblick auf eine gute Bear off Position ist der für's Bear off eben typischerweise problematische 4er Punkt -ergänzt durch den 6er, wenn wir ihn haben.
(Von Tzannes ist der 4er seltsamerweise nicht als "sekundärer Schlüsselpunkt" charakterisiert. Huch )
Einen zusätzlichen tiefen 1er oder 2er dürfen wir nicht nur in Hinblick aufs Bear Off sehen - sondern: er verschafft uns Flexibility im Spielverlauf - Du hast natürlich vollkommen recht, dass man keinen Stein dort unter jeglichen Umständen hinbringt....das könnte zur Pipverschwendung eben beim Bear off führen.

Allerdings: Nicht nur wenn wir einen Half grand coup oder eine sonstige Prim haben - auch, wenn wir im Racing weit hinten sind, kann es sehr viel Sinn machen, das vorhandene Blocking z.B. gegen das gegnerische Bear In dadurch aufrecht zu erhalten, dass wir Steine im Zielfeld nach vorn ziehen: Wir hindern den Gegner am Bear In bzw. zwingen ihn zu einem ineffektiven Bear in seinerseits tief ins Zielfeld und bereiten andererseits bei uns ein Blitz-Board vor, das die Bear Off Effektivität von Paschen maximiert.
« Letzte Änderung: 06. November 2007, 23:16:26 von Andreas » Gespeichert
Dieter
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« Antworten #7 am: 09. November 2007, 12:44:26 »

Hallo,
bin auch wieder einmal da, war für einige Tage unterwegs.
Hat sich beim Zug von Frank nicht ein Fehler eingeschlichen? Er setzt 6 und 5 nicht 6 und 4 wie die Würfel zeigen. Oder hab ich da was übersehen.

Den Zug 11 auf die 1 finde ich gut. Habe dann schön viel Zeit viele meiner Steine auf die 1 abzulegen.
Gruß

Dieter Sterne sehend Sterne sehend Sterne sehend
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Andreas
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« Antworten #8 am: 09. November 2007, 19:10:41 »

Hat sich beim Zug von Frank nicht ein Fehler eingeschlichen? Er setzt 6 und 5 nicht 6 und 4 wie die Würfel zeigen. Oder hab ich da was übersehen.

Hallo Dieter,
da haben wir hier in der Runde wohl gepennt  Augen rollen

24/18, 8/3 ist in der Tat unzulässig - Danke für den Hinweis!

In Frage käme 24/18, 8/3 -> 24/20, 9/3.

Im Vergleich zu 11/1 ist dieser Zug bzgl. der eigenen Connectivity eventuell etwas sicherer, hat aber deutlich weniger Potential, die eigene 6er Prim optimal auszunutzen.

Hallo Frank,

Du hattest mich einmal, als wir angefangen hatten zusammen bei PBEM Moultezim zu spielen, in einem Fall korrigiert, als ich mit erheblichem Racing-Vorsprung mit meinen letzten Steinen aus deinem Heimfeld nicht abzog, sondern in meinem Heimfeld nach vorne spielte und auf diese Weise Cross overs versäumte und Pips verschwendete....und am Schluss das Spiel verlor. Dein Hinweis war vollkommen richtig und hat meine Spielweise für diese Situation verändert - das ändert aber nichts daran, dass im Moultezim in mehr Spielsituationen als im BG das Türmen von Steinen auf 1 und 2 richtig ist.
Wenn man eine Prim hat, ist das jedenfalls praktisch immer korrekt.

Gruß

Andreas


« Letzte Änderung: 09. November 2007, 19:26:25 von Andreas » Gespeichert
Dieter
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« Antworten #9 am: 13. November 2007, 09:31:05 »

Hallo,

gibt es irgendwo ein Tavli/Backgammon Wörderbuch?

Habe immer wieder Probleme mit den Fachgebegriffen; Prim/Prime, Pips, Cross over ...
Vielleicht ist meine Frage blöd, aber bitte verzeiht einen Anfänger!! Sterne sehend Gegen die Wand

Gruß

Dieter  Tschüss
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wintom
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Luck is the idol of the idle.


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« Antworten #10 am: 13. November 2007, 13:51:36 »

Hallo,

gibt es irgendwo ein Tavli/Backgammon Wörderbuch?

Habe immer wieder Probleme mit den Fachgebegriffen; Prim/Prime, Pips, Cross over ...
Vielleicht ist meine Frage blöd, aber bitte verzeiht einen Anfänger!! Sterne sehend Gegen die Wand

Gruß

Dieter  Tschüss

Gibt es, und zwar hier von Hardy himself! Einige Moultezim spezifische Ausdrücke, wie z.B. "Half Grand Coup" wirst du dort allerdings nicht finden, jedenfalls noch nicht (Hardy?)! Dazu wäre das Buch von Tzannes zu empfehlen.

Thomas
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Andreas
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« Antworten #11 am: 13. November 2007, 18:05:06 »

BG Begriffserklärungen auf englisch finden sich auf der sehr guten Seite von Backgammon Galore:

http://www.bkgm.com/glossary.html

Gruß
Andreas
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Hardy
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« Antworten #12 am: 13. November 2007, 18:27:07 »

Einige Moultezim spezifische Ausdrücke, wie z.B. "Half Grand Coup" wirst du dort allerdings nicht finden, jedenfalls noch nicht (Hardy?)!

Gib mir 'ne Liste mit wichtigen Ausdrücken, die in meinem Glossar fehlen und ich pflege die kurzfristig ein. Da brauch ich aber Moultezim-kundige Unterstützung.

Hardy  Cool
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