Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Hardy’s Backgammon Forum
News: 4. Forumstreffen: Die konkrete Ausplanung hat begonnen


Das 6. Forumsturnier läuft: Diskussion zum Turnier - Ergebnisse
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: wenn dt und dp gleichwertig sind.. was tun?  (Gelesen 543 mal)
taulajoe
Hero Member
*****
Beiträge: 1.217


http://taulajoe.blogspot.com/


WWW
« am: 09. April 2012, 00:30:22 »

1. Annahme: komplexe Stellung, ich bin im Vorteil auf meinen Doppel sind pass und take gleichwertig
2. Annahme: gleiches aber der Gegner ist im Vorteil und ich muss mich zwischen take und pass entscheiden

wie entscheidet Ihr Euch gegen welchen Spieler?
ist es abhängig vom score?
Gespeichert
sita
Hero Member
*****
Beiträge: 654


« Antworten #1 am: 09. April 2012, 10:13:48 »

1. ist ja sehr leicht. Du hast ein absolut ideales Doppel. Wertvoller kanns nicht sein. Da muss der Würfel also rüber.

2. ist eigentlich auch leicht: Besserer Gegner: take. Schwächerer Gegner: pass. Im Detail müste man vielleicht nochmal schaun, für wen die Stellung komplex ist. Häufig ist sie ja für eine der beiden Seiten leicht zu spielen. Dann ists ein take, wenn ich die leichte(re) Seite hab und ein pass andersrum.

Leider kann man das nur OTB nie so genau bestimmen...
Gespeichert

The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor,
to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread.
                -- Anatole France
taulajoe
Hero Member
*****
Beiträge: 1.217


http://taulajoe.blogspot.com/


WWW
« Antworten #2 am: 09. April 2012, 12:08:13 »

Danke für die kompakte Zusammenfassung!

Mir fällt beim analysieren der 13 punkt matches der öst. Meisterschaft auf, dass auch 13 punkter
recht häufig 9-0 , 11-2 etc stehen

so einen Rückstand will man strategisch natürlich als vermeinltich stärkerer Spieler nicht riskieren:
wenn man sich dann aber sagt ich doppel einfach ein wenig später, verzichtet man gerade auf punkt 1 - den idealen Doppel

also ist die Überlegung gegen Anfänger vorsichtiger zu Doppeln kein guter Tip?!

Gespeichert
sita
Hero Member
*****
Beiträge: 654


« Antworten #3 am: 09. April 2012, 13:45:30 »

so einen Rückstand will man strategisch natürlich als vermeinltich stärkerer Spieler nicht riskieren:
wenn man sich dann aber sagt ich doppel einfach ein wenig später, verzichtet man gerade auf punkt 1 - den idealen Doppel

also ist die Überlegung gegen Anfänger vorsichtiger zu Doppeln kein guter Tip?!

Nein, so ist es ja nicht. Ein knappes Doppel ist immer ein starkes Take. Ein knappes Take hingegen, ist ein sehr starkes Doppel.

Zur Illustration mit (ausgedachten) Zahlen:

Bei einem knappen Doppel verändert sich Deine Equity von 0,70 (no double) auf 0,72 (double take). Das ist wenig Unterschied, deshalb ist das Doppel knapp. Das Take ist klar, ein Pass wäre ein 0,28 Fehler, ein richtiger Whopper.

Bei einem starken Doppel ändert sich Deine Equity von 0,81 (no double) auf 0,98 (double take). Ein großer Unterschied, deshlab ists ein starkes Doppel. Das Take ist knapp, ein Pass wäre nur ein 0,02 Fehler.

Ersteres kann man mal aus taktsichen Gründen auslassen, gegen vermeintlich schwächere. Letzteres niemals.

Diese taktischen Gründe gelten natürlich nur für Match. Im Money Game siehts anders aus...
Gespeichert

The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor,
to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread.
                -- Anatole France
taulajoe
Hero Member
*****
Beiträge: 1.217


http://taulajoe.blogspot.com/


WWW
« Antworten #4 am: 09. April 2012, 19:46:07 »

vermeintlich schwächere können beim knappen Doppel den größeren Fehler machen - und wenn man weiss dass der Gegner schwach doppelt (ist ja mit matchfiles teils nachvollziehbar) wird er dann auch mit dem recubepotential nicht so viel rausholen

drum find ich den knappen Doppler gegen Schwächere einen Muss (der starke Doppler ist ja so und so ausser Frage...)
Gespeichert
Turz
Hero Member
*****
Beiträge: 607



WWW
« Antworten #5 am: 10. April 2012, 10:51:54 »

Gegen einen schwächeren Spieler würde ich immer später doppeln, außer falls die Stellung für ihn sehr komplex ist.

Du kannst nicht voraussehen, ob der schwächere Gegner dein knappes Doppler annimmt, und nach wenigen Sekunden zurückdoppelt, einen Joker würfelt und 8 Punkte gewinnt.
Extremes Beispiel:
http://www.dailygammon.com/bg/game/2549992/1/1061
http://www.dailygammon.com/bg/game/2549992/1/1071
Gespeichert

"Life is not chess but backgammon, with a throw of the dice at every turn" (Steven Pinker)
gumpi
Hero Member
*****
Beiträge: 2.546


keep-it-simple!


« Antworten #6 am: 10. April 2012, 12:43:56 »

Das Problem stellt sich schon viel früher:

1) Bin ich im Schnitt der bessere Spieler?

2) Spiele ich jetzt (in diesem Match) besser als mein Gegner?

Im Zweifelsfall lieber (versuchen) technisch korrekt (zu) doppeln.
Gespeichert
taulajoe
Hero Member
*****
Beiträge: 1.217


http://taulajoe.blogspot.com/


WWW
« Antworten #7 am: 10. April 2012, 14:21:05 »

@ turz: ich meinte auf jedenfall keine endspielstellungen sondern alles andere

da geb ich Dir voll recht
Gespeichert
sita
Hero Member
*****
Beiträge: 654


« Antworten #8 am: 10. April 2012, 15:51:29 »

vermeintlich schwächere können beim knappen Doppel den größeren Fehler machen - und wenn man weiss dass der Gegner schwach doppelt (ist ja mit matchfiles teils nachvollziehbar) wird er dann auch mit dem recubepotential nicht so viel rausholen

drum find ich den knappen Doppler gegen Schwächere einen Muss (der starke Doppler ist ja so und so ausser Frage...)

Das ist zunächst völlig richtig beobachtet. Dies ist auch das Argument dafür, im Money-Game gegen schwächere auf jeden Fall die knappen Doppler zu geben. Eher sogar zu früh zu doppeln.

Im Match stellt sich die Situation leider anders dar. Durch frühes Doppeln macht man das Match kürzer. Und von kürzeren Matches profitiert nunmal der Schwächere.

Andererseits, gumpi hat irgendwo recht: Im Prinzip ist das alles recht Philosophisch. Abgesehen von wirklich extremen Spielstärkeunterschieden versuche ich auch immer optimal zu spielen.
Gespeichert

The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor,
to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread.
                -- Anatole France
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.4 | SMF © 2006, Simple Machines LLC
XHTML | CSS | Aero79 design by Bloc