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Hardy’s Backgammon Forum
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Das 6. Forumsturnier läuft: Diskussion zum Turnier - Ergebnisse
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Autor Thema: Verwendung von Uhren auf Turnieren  (Gelesen 3232 mal)
Galadriel
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« am: 07. Mai 2009, 20:55:36 »

Hallo Jürgen, erst einmal Danke für Deine Arbeit im dt. Turnierbackgammon.

Frage:
Wie stehst Du zu dem Einatz von Uhren bei Deinen Turnieren? Bei einigen internationelan Turnieren gilt es mittlerweile, dass eine Uhr eingesetzt wird, wenn dies einer der beiden Spieler oder der Turnierleiter fordert. (Vorausgesetzt eine entsprechende Bronsteinuhr ist verfügbar)

Ist es auf Deinen Turnieren generell erlaubt, ein match mit Video aufzuzeichnen (unabhängig davon ob der Gegner dies möchte)?

Die gleiche Frage gilt für das Mitschreiben der Züge, entweder durch einen Spieler persönlich oder einen Kibitzer.

Viele Grüße
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« Antworten #1 am: 07. Mai 2009, 21:37:37 »

Hallo Unbekannter,

ich habe immer mehrere Digitaluhren dabei und wenn es ein Gegner fordert,
entscheide ICH ob es notwendig ist oder nicht, ausser beide wollen mit Uhr spielen.

Video habe ich noch nicht gehabt und auch noch nicht wirklich darüber nachgedacht.
Aber würde ich, wenn es einer nicht will, nur bei Finalspiele machen.
Eventuell auch generell verbieten, auch wenn es beide wollen, je nachdem
wie die Platzbedingungen etc. sind.
Auch aufgrund des Aufwands, mehr Platz, man ist aufpassen das man nicht
irgendwie an das Gerät ran kommt. Stört also im normalen Ablauf.

Mitschreiben nur ein Aussenstehender, denn es stört ebenfalls den Spielablauf
und nur wenige sind so schnell, das sie neben dem Spielen noch flüssig mitschreiben können.

Gruß Jürgen
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Hardy
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« Antworten #2 am: 07. Mai 2009, 21:52:13 »

Hallo Jürgen,


ich finde, Galadriel hat hier Fragen gestellt, die viele Turnierteilnehmer bewegen.

... ich habe immer mehrere Digitaluhren dabei und wenn es ein Gegner fordert,
entscheide ICH ob es notwendig ist oder nicht, ausser beide wollen mit Uhr spielen.

Das ist m.E. eins der Hauptprobleme: Kein Turnierveranstalter bekennt sich schriftlich, vorab und verbindlich, wie er mit Uhr, Mitschreiben (bzw. Aufzeichnen) und premature rolls umgeht. Sowas gehört schriftlich festgelegt und vorab veröffentlicht. 


Mitschreiben nur ein Aussenstehender, denn es stört ebenfalls den Spielablauf
und nur wenige sind so schnell, das sie neben dem Spielen noch flüssig mitschreiben können.

Das habe ich bis vor Kurzem auch gedacht. Bei der NO (Champions, 1. Runde) haben wir mit Uhr gespielt und mein Gegner schrieb mit. Er hatte natürlich zuvor gefragt. Ich hatte keine Einwände, sofern die Zeit zum Schreiben zu seinen Lasten gehen würde.

Und obwohl wir mit Uhr gespielt haben und er aufschrieb, war massig Zeit. Insofern ein weiteres Argument für die Uhr: Es ermöglicht einem Spieler (auf seine Kosten) das Match mit zu notieren. Und der Turnierleiter braucht sich keine Sorgen um seinen Zeitplan zu machen. Und sollte es den Spielablauf stören, macht es dem Gegner auch nichts aus, denn die Zeit geht zu Lasten des Mitschreibenden. Soll es doch ruhig den Spielfluss stören. (Was es aber meist doch nicht tut.)


Fazit: Ich bin

  • für Uhren, zumindestens "Clock Preference", d.h. wenn ein Spieler mit Uhr spielen will, wird mit Uhr gepspielt,
  • für das Recht, sein Match mit zu notieren, entweder durch Mitschreiben oder Videoaufzeichnung und
  • dafür, dass die die Turnierveranstalter sich dazu verbindlich, schriftlich und vorab bekennen.


Gruß,

Hardy   
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eLBLITZO
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« Antworten #3 am: 07. Mai 2009, 23:19:20 »

Hallo Hardy,

sicher bewegen die Fragen einige Turnierteilnehmer, aber ich muß leider sagen,
das dies aber nicht die Mehrheit ist, wie ich aus etlichen Turnieren der letzten 2 Jahre sagen kann,
die ich ausgerichtet bzw gespielt habe.
Meistens ist es doch einfach so, man kommt hin, stellt kaum Fragen und spielt einfach.
Auch wenn man sieht wieviel sich an den Diskussionen darüber hier beteiligen, sieht man eine
deutliche Minderheit finde ich.
Sicher wäre hier eine feste Regelung besser, aber da meiste wird doch bei den Turnieren
oft sehr unterschiedlich gehandelt, je nach Veranstalter natürlich.


 Dann Hardy zum Thema vorab festlegen etc.
Ich habe z.B. vergessen den Punkt Turnierregeln auf der Internetseite von der Offenen Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden zu erfassen. Das hat noch keiner bemerkt, ich leider erst gestern.
Zugriffe auf meiner Seite www.bg-info.de auf Spielregeln und Turnierregeln ist so gering, das man die Seiten
als überflüssig fast bezeichnen kann. Ich hatte bei den Turnierregeln einen dicken Klopps drin über zwei Jahre.
Hier kam nie ein Hinweis. Kann man jetzt sagen, soll er selber finden, möglich.
Aber wen interessiert es also wirklich.
Von dir kam mal ein Hinweis über was mal wenn ich mich recht erinnere, das war so ziemlich der einzige in den
letzten drei Jahren.
Und hier haben wir jetzt drei Punkte, darüber hinaus gibt es sicher noch 30 bis 40 Punkte, die man auch immer
vorab belegen müßte. Und wie du siehst, sind alle drei Punkte eigentlich erst in letzter Zeit aufgetaucht, also
muß sich hier erst mal was bilden, auch Erfahrung.

Dann Thema Uhren, ich weiss ist ja ganz einfach, da legt man mal die Registration zurück, dann kann man sich
kurz 20 oder 30 Uhren kaufen. Wenn die Offene Deutsche Meisterschaft läuft und so 60 bis 80 Teilnehmer kommen,
sind das mal rund 40 Uhren + Ersatzuhren also so mal 1500.- Euro.
Das ist bei den heutigen Teilnehmerzahlen bei Backgammonturniere utopisch.
Und Analoguhren sind dafür einfach nicht geeignet, da hätte ich ja hundert.

Gut das es bei dir gut lief mit dem Notieren deines Gegners, ich hatte vor gut zwei Jahren ein bekannten, guten
Spieler, der auch mitschrieb, weil ich auch dachte das geht schon. Aber nach dem zweiten Spiel hatte der mich schon ein halbes Dutzend mal gefragt, was ich gerade geworfen habe. Das nervt dann doch oder ;-)

Und warum unterhalten wir uns über Uhren beim Backgammon, weil 10% zu langsam spielt ohne die würde es auch
wunderbar ohne Uhr laufen.

Gut du hast deine drei Punkte, mal sehen, jetzt müssen noch so 20 bis 30 kommen, damit man sieht das es
andere auch interessiert, sonst sind wir wir bei meinen Standpunkt, das es zuwenige interessiert in Wirklichkeit.

Ich kann mich teilweise zu deinen 3 Punkten breit schlagen, Videoaufzeichnung muß aber sehr einfach und
nicht störend für Zuschauer und Spieler sein. Was ich an Versuchen bisher sah, auch bei anderen Spielen, kann mich
nicht überzeugen. Uhren muß man jetzt einfach sehen, wie sich das entwickelt und wie die Kosten sind.
Und übrigends habe ich schon zur Jahrtausendwende Turniere gespielt mit Schachuhr und die hauptsächliche Frage was, muß das sein. 

So jetzt seid Ihr wieder dran.

Gruß Jürgen




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Galadriel
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« Antworten #4 am: 07. Mai 2009, 23:45:56 »

Zitat
Auch wenn man sieht wieviel sich an den Diskussionen darüber hier beteiligen, sieht man eine
deutliche Minderheit finde ich.

Ähhh... Hallo?!
Die Diskussion hier ist gerade mal keine drei Stunden alt, oder?

Und natürlich hat Hardy Recht: Das sind einige wesentliche Kernfragen, und sowas sollte man selbstverständlich vorab klären, regeln und für alle Spieler zugänglich machen, eben damit es darüber mitten im Turnier eben keine Diskussionen, Streit und lange Gesichter gibt.

Was ich angefangen und Hardy aufgegriffen bzw. vedeutlicht hat ist in Dänemark absolut etabliert und üblich.
Und wenn die Spieler sich auch mal eigene Uhren anschaffen, dann ist das auch kein Punkt der den Veranstalter belastet.

Dein Beispiel bzw. Polemik gleich von 30 bis 40 ungeklärten Punkten zu reden finde ich übertrieben und wenig konstruktiv.
Ein Blick nach Dänemark oder den USA mit ihrer ABT-Serie zeigt ganz beispielhaft dass es prima geht und von den Spielern prima akzeptiert und umgesetzt wird.

Zitat
Mitschreiben nur ein Aussenstehender, denn es stört ebenfalls den Spielablauf
und nur wenige sind so schnell, das sie neben dem Spielen noch flüssig mitschreiben können.

Ich verweise auf Hardy: Wenn mit Uhr gespielt wird, (evt. sogar auf Wunsch des mitschreibenden Spielers), dann geht das voll zu Lasten des Spielers selber. Fertig.


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indian
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« Antworten #5 am: 08. Mai 2009, 07:37:38 »

Wenn jemand zügig mitschreiben kann, ohne andauernd nachfragen zu müssen, warum nicht? Wenn das Notieren zu lange dauert, bitte bitte nicht.

Videoaufzeichnung könnte Unruhe reinbringen. Ein Kompromiss wäre, dass du als Organisator etwas Abseits 2 oder 3 Tische aufbaust mit fest installierten Kameras. Mit denen könnte man dann zumindest die Viertel- Halb- und Finalspiele aufzeichnen und event. auch im Internet (deine Homepage) prässentieren.
Wenn dann jemand unbedingt sein Spiel auf Video sehen möchte kann
man vielleicht einen Weg finden seine Spiele (oder einige seiner Spiele) an diesen "Cam-Tables" stattfinden zu lassen.

Wenn 10 Leute ständig mit einer Kamera herumlaufen,würden sich bestimmt einige belästigt fühlen??? Vielleicht auch nicht?
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sita
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« Antworten #6 am: 08. Mai 2009, 11:45:49 »

Es ist natürlich richtig, dass nur 10% der Leute zu langsam spielen. Aber die halten leider 40% der Turnierspieler auf, die auf ihre späteren Runden warten müssen.

Wir hatten ja schonmal diese Diskussion hier, und da haben sich ca. 5-8 Leute für Uhren ausgesprochen, und niemand dagegen. Ich selbst bin auch sehr stark für Uhren.

Aber es stimmt leider, ich sehe auch nicht, wie das gut umgesetzt werden kann, weil es ein hoher finanzieller Aufwand wäre.

Mein Vorschlag damals war: Jeder Teilnehmer darf darauf bestehen, mit Uhr zu spielen - das Vorhandensein von Uhren wird aber nicht garantiert. Wer also mit Uhr spielen will, soll sich einfach selbst einen mitbringen.
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The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor,
to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread.
                -- Anatole France
indian
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« Antworten #7 am: 10. Mai 2009, 16:26:27 »

@ Hardy und Vikingblood80

Es beteiligen sich nicht wirklich viel an dem Thema, so wie Jürgen das vermutet hat.
Sollen wir das mal als seperates Thema "aufmachen"?

Turnier- regeln, -wünsche, -anregungen, -verhalten, - erfahrungen.......Huch
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Hardy
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« Antworten #8 am: 10. Mai 2009, 22:55:22 »

Es beteiligen sich nicht wirklich viel an dem Thema, so wie Jürgen das vermutet hat.

Das Thema wurde hier bereits mehrfach diskutiert. Ich glaube ganz einfach, dass sich bei den Uhren-Befürwortern auch schon etwas Resignation breit macht.

Ein regelmäßiger Turnierteilnehmer in Hamburg hatte den Veranstaltern sogar angeboten, die erforderlichen Uhren zu sponsorn. Und heute, vier Monate später, ist man nicht einen Zentimeter weiter  Unentschlossen

Zigtausende von Schach-Turnierspielern spielen mit Uhr. Ich kenne keine Schachspieler, der Probleme mit dem Spiel mit Uhren hat. Und im Backgammon kommt man in Deutschland über eine Handvoll Spieler bei Turnieren nicht hinaus. Vielleicht liegt es ja gerade am Fehl von Uhren?

Die wohl intensivste Backgammon-Turnierszene findet man in Dänemark. Dort wird so gut wie ausschließlich mit Uhren gespielt.


Sollen wir das mal als seperates Thema "aufmachen"?

Was hiermit geschehen ist. Hab leider keine intelliegentere Kategorie als "Allgemeines" gefunden.


Hardy   
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gumpi
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« Antworten #9 am: 10. Mai 2009, 22:58:38 »

einer einführung von uhren (incl.dem entsprechendem reglement) würde ich persönlich sehr erfreuen!

gruß gumpi
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Vikingblood80
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« Antworten #10 am: 10. Mai 2009, 23:28:13 »

Muss mich mal hier ganz klar der Mehrheit anschliessen:

Einheitliche Regelung und Bekanntgabe des Veranstalters vor Turnierbeginn. Ist ja ok wenn diese Fragen noch relativ neu sind, aber man sollte trotzdem Stellung beziehen und die nicht unter den Tisch fallen lassen oder warten bis es den ersten Streit gibt deswegen. Alle Vor-Ort-Klärungen gehen immer auf Kosten der Turnier-atmosphäre.

Was Uhren angeht..sag ichs gern noch mal: Hab nix gegen die Verwendung von Uhren. Was sinnvolle Zeitmodi angeht wurde ja hier im Forum auch schon entsprechend diskutiert.
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« Antworten #11 am: 10. Mai 2009, 23:39:44 »

habe noch nicht resigniert, werde nach wie vor jedem vorheulen, wie toll es doch mit Uhren ist  Zwinkernd. Werde das hier nicht wieder tun, die Argumente sind ja alle auch schon weiter oben zu finden.

Hab mir inzwischen auch ne Uhr zugelegt, die ich auch auf jedes Turnier mitnehmen werde. Vielleicht kann man ja (wie das ja laut BGOnline auch in den USA praktiziert wird/wurde, wenn Uhren nicht vorgeschrieben sind/waren) einfach versuchen, seine Gegner zu fragen, ob sie es mal versuchen wollen, mit Uhr zu spielen. Das dann natürlich erstmal ohne irgendwelche Konsequenzen, falls die Zeit abläuft. Die meisten werden dann wohl sehen, dass es nicht schlimm ist, mit Uhr zu spielen, weil man eben normalerweise nicht in Zeitnot kommt.

Was aber wirklich etwas nützliches ist und überhaupt nichts kostet, wäre auf dem Turnierplan über die einzelnen Runden ne Uhrzeit zu schmieren und damit die Anfangszeiten dieser Runden festzusetzen. Das hat meiner Meinung nach viele Vorteile ...

- man weiß, wann man spielen darf / kann / muss und kann sich somit seine Zeit selber einteilen.
- Man muss nicht dauernd im Raum sein und warten, dass das Match auf das man gerade wartet, fertig wird. Das wird nämlich nach Murphy's Law exakt dann fertig, wenn man dann doch geht ...
- Man sieht schnell, welche Spiele problematisch werden, sei es, weil die Spieler als besonders langsam bekannt sind, oder weil das entsprechende Match aufgrund eines viel zu lang andauernden Vormatches erst später als angekündigt starten kann. In diesen Fällen kann man dann wirklich eine Uhr vorschreiben, um die nachfolgenden Matches nicht zu gefährden.
- etc., die aber alle in eine der Richtungen gehen, hab das glaub ich auch schonmal wo anders weiter ausgeführt.

Die Anfangszeiten kann man dabei recht human wählen. Chuck Bower hat mal ne Statistik geführt, wie lange ein Match ungefähr dauert (http://www.bkgm.com/articles/Bower/ClockExperiment.html) Daran kann man sich ja in etwa halten, um zu bestimmen, wie lange eine Match in etwa dauert und dann noch ein wenig Puffer draufschlagen. Dazu kann man dann auch ein paar Pausen einfügen, um z.B. Essen zu ermöglichen oder einfach um ein wenig Reseverzeit zu haben, falls die Runden doch etwas länger dauern sollten. Natürlich können die Matches dann auch früher als im Zeitplan gespielt werden, aber zur angegebenen Zeit sollte die Runde spätestens starten.
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ralfsu
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« Antworten #12 am: 11. Mai 2009, 10:17:23 »

Hallo,

ich halte das Uhrenthema für weit überschätzt. Ich bin bisher immer gut ohne Uhren ausgekommen. Wenn ich zu einem Turnier fahre, nehme ich mir genügend Zeit mit. Auch wenn ich mal etwas auf meinen Gegner warten muß, ergibt sich immer eine Gelegenheit zum Austausch von Bad Luck Stories.

Allerdings kann es beim Schweizer System recht nervig sein, wenn man einen oder mehrere sehr langsame Spieler hat, deshalb machen die Uhren im Schach, wo dieses System wohl sehr häufig angewendet wird, sehr viel Sinn.

Viele Grüße

Ralf
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« Antworten #13 am: 12. Mai 2009, 22:33:44 »

Also Ralf,

Uhren werden beim Schach nicht nur sehr häufig, sondern fast immer eingesetzt. Ausnahmen sind nur
bei Trainings- bzw. Freundschaftspartien oder Analysen zu erleben. Die Schachuhr wird auf deutschem
Boden seit dem WM-Kampf Lasker-Tarrasch eingesetzt - und das war 1908! Insofern empfinde ich eine
Diskussion über den Einsatz von Uhren beim Backgammon als längst überfällig, zumal das online (live)
ohnehin zum Standard geworden ist bzw. wird.
Ich kann den Einsatz von Uhren nur empfehlen, allerdings muss es m. E. nach nicht unbedingt der
Bronstein-Modus sein. Ich halte den Fischer-Modus für wesentlich interessanter, allerdings verlängert
er auch die Zeitdauer einer Partie - was aber der "Wahrheit auf dem Board" zuträglich ist.
Die m. E. beste Uhr derzeit auf dem Markt ist die DGT 2010 - jedenfalls therotisch, da ich sie nicht
besitze. Allerdings lassen die Testberichte keinen anderen Schluss zu. Ich habe das sehr empfehlenswerte
Vorläufermodell sowie zwei weitere Digitaluhren, u. a. die häufig genannte DGT 960, die ja sehr
günstig angeboten wird. Die Uhr ist gut, keine Frage. Aber das Gute ist der Feind des Besseren.
Wenn man kein Chess960 spielen will (und das möchten Backgammon-Spieler nun wirklich nicht),
gibt es noch bessere Uhren. Die DGT 2010 ist bei ebay für mittlerweile deutlich unter 50,- Euro zu haben.

Bekommt keinerlei Provision:

Wolle.
« Letzte Änderung: 12. Mai 2009, 22:35:23 von Woolgammon » Gespeichert
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« Antworten #14 am: 21. Mai 2009, 20:14:58 »

Hallo allerseits,
als frischgebackener Turnierleiter interessiert mich das Uhren-Thema auch brennend. Ich selber finde es auch etwas überschätzt und denke, dass es für den Turnierfortgang am förderlichsten ist, Moneygame-Spiele, die das Turnier aufhalten, zu beenden und den Nikotinsüchtigen bei Überziehung ihrer Pausen in den Hintern zu treten (die ja in Versuchung sind, den zusätzlichen Streßfaktor zu kompensieren). Ich denke aber, dass der Einsatz der Uhr in den Turnierregeln vernünftig verankert sein sollte, was bei uns bisher nicht der Fall war und was ich vorhabe zu ändern. Bei uns ist derzeit nur eine Uhr im Einsatz (wird vielleicht etwas ausgeweitet, falls sich irgendwann mal unerwartete Reichtümer in der Turnierkasse ansammeln sollten). Anscheinend gibt es noch kein deutsches Regelwerk dazu? Ich habe mal einen Versuch dafür unternommen, bin für Anregungen dazu sehr dankbar.


Die Turnierleitung kann zu Beginn oder während eines Matches verfügen, dass nach Massgabe einer Backgammonuhr gespielt wird. Ein Anspruch auf den Einsatz einer Backgammonuhr seitens der Spieler besteht nicht.

In Spielen mit Einsatz der Backgammonuhr steht jedem Spieler für das Match ein Zeitkontigent von 2 Minuten mal Matchlänge zur Verfügung (Beispiel: in einem Match auf 11 Siegpunkte steht jedem Spieler ein Zeitkontingent von 22 Minuten zur Verfügung). Außerdem wird den Spielern für jedem Zug bzw. Dopplerentscheidung eine Bedenkzeit von 15 Sekunden gewährt, die nicht auf ihr Zeitkontingent angerechnet wird.

Falls die Turnierleitung den Einsatz der Backgammonuhr für ein bereits laufendes Spiel verfügt, wird das Zeitkontingent für jeden Spieler um eine Minute für jeden bereits erzielten Punkt gekürzt (Beispiel: wird die Backgammonuhr bei einem Match auf 11 Siegpunkte beim Stand von 9:3 eingesetzt, steht jedem Spieler für den Rest der Partie ein Zeitkontingent von 10 Minuten zur Verfügung) .

Spiele mit Backgammonuhr werden mit nur einem Würfelpaar gespielt, das von beiden Spielern benutzt wird. Nach dem Eröffnungswurf wird die Backgammonuhr von denjenigem Spieler gestartet, der die niedrigere Zahl gewürfelt hat. Im Anschluß daran macht der Spieler, der die höhere Zahl gewürfelt hat, seinen Eröffnungszug.

Ein Zug wird beendet, indem der Spieler die Backgammon-Uhr betätigt. Die Würfel verbleiben dabei auf dem Board. Durch Betätigen der Uhr wechselt automatisch die Anrechnung der verstreichenden Zeit von seinem Zeitkontingent auf das des Gegners. Die Backgammon-Uhr muss auch dann zum Abschluss eines Zuges betätigt werden, wenn dem Gegner keine Möglichkeiten für einen Zug zur Verfügung stehen (z.B. bei geschlossenem Homeboard). Erst nach dem Betätigen der Backgammon-Uhr darf der gegnerische Spieler die Würfel vom Board nehmen, um zu Würfeln und seinen Zug durchzuführen.

Zum Anbieten einer Verdopplung legt ein Spieler den Verdopplungswürfel mit der entsprechenden Seite auf das Board, sagt „Ich doppele“ und betätigt anschließend die Backgammonuhr. Falls sich der Gegner zur Annahme der Verdopplung entschließt, legt er zunächst den Verdopplungswürfel auf seine Seite des Boards, sagt „Take“ und betätigt erst danach die Backgammonuhr.

Die Backgammon-Uhr darf während eines Matches angehalten werden, um
- vom Tisch heruntergefallene Würfel wieder aufzuheben
- eine Aufgabe des aktuellen Spiels anzubieten
- die Steine nach dem Ende eines Spieles für das nächste Spiel wieder aufzustellen oder eine den Regeln entsprechende Pause einzulegen
- einen Zug durchzuführen, falls der Gegner nach Abschluss des vorherigen Zuges irrtümlicherweise die Würfel vom Board genommen hat
- einen nicht legalen Zug des Gegners zu reklamieren
- die Turnierleitung zur Entscheidung in einem Streitfall heranzuziehen
   
Der Spieler, der nicht am Zug ist, darf die Würfel nicht berühren, bis sein Gegner die Backgammonuhr zur Beendigung des Zuges betätigt hat. Nimmt ein Spieler die Würfel trotzdem auf, obwohl er nicht am Zug ist, so darf er bei seinem nächsten Zug erst nach Ablauf seiner Grundbedenkzeit würfeln.

Falls das Zeitkontingent eines Spielers vor der Beendigung seines Zuges abgelaufen ist, verliert er automatisch das Match.
   
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Walfinho
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« Antworten #15 am: 21. Mai 2009, 23:54:04 »

 Daumen hoch
Habs mir mal durchgelesen und finds super - die Zeiteinstellungen sollte zwar meiner Meinung nach von Veranstalter zu Veranstalter leicht abweichen dürfen (z.B. vielleicht 2/12 statt 2/15), aber ansonsten wären das gute allgemeine Regeln. Allerdings finde ich es nicht so gut, dass Uhren nur in Matches hergenommen werden dürfen, für die es der Veranstalter vorschreibt. Das behält die falsche Richtung bei, dass dann die Uhr eigtl. nur als ein Mittel der "Bestrafung" für langsames Spiel gesehen wird. Es wäre wünschenswert, wenn das Spiel mit Uhr auch abseits dieser langsamen Matches gefördert würden, damit sie langsam in den natürlichen Spielfluss übergehen...
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Hardy
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« Antworten #16 am: 23. Mai 2009, 10:02:24 »

Hallo allerseits ...

Hallo Marcus oder Torsten!


... als frischgebackener Turnierleiter interessiert mich das Uhren-Thema auch brennend. Ich selber finde es auch
etwas überschätzt und denke, dass es für den Turnierfortgang am förderlichsten ist, Moneygame-Spiele, die das
Turnier aufhalten, zu beenden und den Nikotinsüchtigen bei Überziehung ihrer Pausen in den Hintern zu treten.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur "Beförderung" zum Turnierleiter. Gut, dass die hessische Turnierserie trotz Wegzugs von Dankwart fortgesetzt wird!

Nun zum Thema: Ich halte es - wie aus meinen vorigen Statements vielleicht schon zu ersehen war - nicht für überschätzt. Ich habe in den letzten Jahren an keinem Turnier ohne Uhren teilgenommen, wo die Turnierveranstalter die Zeit im Griff hatten. Es mag für einen Hamburger okay sein, wenn das Turnier um Mitternacht beendet ist, da ich aber noch 250km Autofahrt vor mir (und bereits selbe Strecke hinter mir) habe, ist es für mich unangenehm, wenn ich mich, schon recht müde, kurz vor Mitternacht ins Auto setze und nochmal zwei Stunden fahren darf. Nun bin ich in letzter Zeit selten in die letzten Runden gekommen, aber dann muss ich halt auf meinen (allseits bekannten) Mitfahrer (aus Oldenburg) warten, der (wieder mal) weiter gekommen ist. Side Action ist auch mit Uhr möglich, und am besten ist die Side Action nach Ende des offiziellen Turniers.

Deinen Approach halte ich zudem für optimistisch. Zum einen findet genau das in-den-Hintern-treten halt nirgends effektiv statt, zweitens macht man sich so als Turnierdirektor auch nicht beliebter bei denen, die das Turnier aufhalten. Denn bei denen ist die Erkenntnis, dass gerade sie den Laden aufhalten oft nur eingeschränkt vorhanden - wenn überhaupt.

Die Verwendung von Uhren führt dazu, dass alle sich an die selben Regeln zu halten haben, wodurch man sich als Turnierleiter nicht bei einzelnen unbeliebt machen muss.

Noch eine Beobachtung: Wann wird die Turnierleitung aktiv? Dann, wenn alle fertig sind und nur noch auf ein, zwei Paarungen warten. Wenn dann eingeschritten wird, ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen, denn diese Paarungen liegen zeitlich schon weit zurück. Mit Uhr ist sichergestellt, dass vor Anfang an alle konzentriert und gleichmäßiger Geschwindigkeit spielen.

Es geht auch weniger darum, alle zeitlich unter Druck zu setzen. Mit kommoden Zeitvorgaben für die Uhren braucht niemand zu hetzen. So sind m.E. auch 2,5 Minuten pro Punkt geeignet. Mit 15/2,5 sollte kaum jemand ins Schwitzen kommen.

Ein weiteres Argument für Uhren: Viele wollen irgendwann auch einmal ein größeres Turnier spielen. Spätestens dann wird man mit Spielen mit Uhr konfrontiert. Wer das dann vorher nicht geübt hat und eine Vorstellung davon hat, wie sein Zeitmanagement auszusehen hat, der ist konkret im Nachteil gegenüber einem an Uhren gewöhnten Gegner.


Ich denke aber, dass der Einsatz der Uhr in den Turnierregeln vernünftig verankert sein sollte, was bei uns bisher nicht der Fall war und was ich vorhabe zu ändern.

Bravo!

Die Turnierleitung kann zu Beginn oder während eines Matches verfügen, dass nach Massgabe einer Backgammonuhr gespielt wird. Ein Anspruch auf den Einsatz einer Backgammonuhr seitens der Spieler besteht nicht.

1. Mir gefällt die Formulierung "nach Massgabe einer Uhr" nicht. Die Massgabe ist, dass mit Uhr gespielt wird. Besser ist einfach "mit Uhr".

2. Ich würde vorschlagen, dass ihr in den Regeln grundsätzlich "Clock Option" bestimmt, d.h. wenn beide Spieler mit Uhr spielen wollen, sie das dürfen. Zudem versucht doch einfach mal, wenigstens für Halbfinale und Finale beispielsweise "Clock Preference" einzuführen, d.h. wenn ein Spieler auf Uhr besteht, mit Uhr zu spielen ist. Letzteres würde auch den Rest der Spieler dazu motivieren, es in den Vorrunden mal mit Uhr zu versuchen. Es tut echt nicht weh. Das glaubt man aber erst, wenn man es mal versucht hat.

In Spielen mit Einsatz der Backgammonuhr steht jedem Spieler für das Match ein Zeitkontigent von 2 Minuten mal Matchlänge zur Verfügung (Beispiel: in einem Match auf 11 Siegpunkte steht jedem Spieler ein Zeitkontingent von 22 Minuten zur Verfügung). Außerdem wird den Spielern für jedem Zug bzw. Dopplerentscheidung eine Bedenkzeit von 15 Sekunden gewährt, die nicht auf ihr Zeitkontingent angerechnet wird.

Typo: Zeitkontingent



Gruß,

Hardy   
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« Antworten #17 am: 24. Mai 2009, 22:46:48 »

Hallo Marcus oder Torsten!
Torsten. Ich bin eigentlich allein im Web aktiv. Marcus ist derjenige, der sich vor Ort mit dem Einsatz der Backgammon-Uhr unbeliebt macht Smiley.
Deinen Approach halte ich zudem für optimistisch. Zum einen findet genau das in-den-Hintern-treten halt nirgends effektiv statt, zweitens macht man sich so als Turnierdirektor auch nicht beliebter bei denen, die das Turnier aufhalten. Denn bei denen ist die Erkenntnis, dass gerade sie den Laden aufhalten oft nur eingeschränkt vorhanden - wenn überhaupt.
Mag sein, vielleicht ist das naiver Anfangsoptimismus. Es war ja erst ein Turnier unter unserer Leitung, deswegen war noch nicht viel mit Zeitmanagement. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass langsames Spielen am Board nicht die einzige Quelle für Verzögerungen im Turnier ist und deswegen auch mit flächendeckenden Einsatz von Uhren noch kein effizienter Ablauf eines Turniers gewährleistet ist. Und man kennt ja irgendwann die Patienten und weiß, bei wem man auf was zu achten hat. Mal schauen, wie erfolgreich wir sind. Wir weisen ja auch nur höflich darauf hin, wenn jemand zu ausgiebige Pausen macht oder vergißt, dass er noch am Turnier teilnimmt Engel.
Ich würde vorschlagen, dass ihr in den Regeln grundsätzlich "Clock Option" bestimmt, d.h. wenn beide Spieler mit Uhr spielen wollen, sie das dürfen.
Die Regeln geben das ja grundsätzlich her, wenn die Turnierleitung zustimmt. Wir werden uns in der Regel auch nicht gegen den Einsatz einer Uhr sperren, wenn jemand das möchte. Bei uns wird die Uhr übrigens auch schon relativ früh im Turnier eingesetzt, auch auf Antrag von Spielern. Im Zweifelsfall reicht es uns dabei auch, wenn nur ein Spieler die gerne in einem Match einsetzen möchte.
Das Problem sind die schon angesprochenen Kapazitäten an Uhren. Momentan haben wir halt nur eine. Deswegen müssen wir sehen, dass wir die so effektiv wie möglich einsetzen und werden uns ehrlicherweise im Zweifel auf das Spiel konzentrieren, das am weitesten zurückhängt. Auch wenn wir noch ein bißchen investieren: Uhren für alle ist für uns wohl unrealistisch und damit gibt es leider auch keine Versprechen auf ihren Einsatz. Deswegen sehe ich keinen Spielraum in den Regeln als die harte Formulierung, dass die Uhren nur auf Entscheidung der Turnierleitung eingesetzt werden können, auch wenn wir natürlich mit uns reden lassen.

Ich danke Euch für Eure Hilfe!  Daumen hoch

 
« Letzte Änderung: 25. Mai 2009, 21:07:34 von Vikingblood80 » Gespeichert
Martin
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« Antworten #18 am: 25. Mai 2009, 18:42:03 »

Die Backgammon-Uhr darf während eines Matches angehalten werden, um
...
- eine Aufgabe des aktuellen Spiels anzubieten

Da sehe ich Missbrauchsgefahr. Wenn ich in Gammongefahr bin und etwas Zeit brauche, biete ich Aufgabe Single an und halte die Uhr an.
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Hardy
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« Antworten #19 am: 25. Mai 2009, 20:10:46 »

Hi Torsten,

nur eine Nachfrage:

Ich würde vorschlagen, dass ihr in den Regeln grundsätzlich "Clock Option" bestimmt, d.h. wenn beide Spieler mit Uhr spielen wollen, sie das dürfen.

Die Regeln geben das ja grundsätzlich her, wenn die Turnierleitung zustimmt. Wir werden uns in der Regel auch nicht gegen den Einsatz einer Uhr sperren, wenn jemand das möchte.

Welchen Grund sollte es geben, dass die Turnierleitung nicht zulässt, dass zwei Spieler, die das explizit wollen, mit Uhr spielen? Dass eure eine Uhr ggf. nicht zur Verfügung steht ist klar. Aber wenn die Spieler selbst eine Uhr haben?

Das ist, was ich unter Verbindlichkeit der Regeln verstehe. Es sollte halt möglichst viel nicht eine Frage der Stimmung der Turnierleitung sein - wobei ich natürlich davon ausgehe, dass ihr immer bester Stimmung seid  Grinsend - sondern in den Turnierregeln klipp und klar geregelt sein. (Ja, ich weiß, man kann nicht ALLES festlegen. Irgendwann muss auch der normale Menschenverstand greifen ...). Das würde euch auch arbeitsmäßig entlasten. Niemand muss fragen "Torsten, dürfen wir mit Uhr spielen???"

Just my 2 cents, wie die alten Briten sagen  Cool


Gruß,

Hardy   
« Letzte Änderung: 25. Mai 2009, 20:51:16 von Hardy » Gespeichert

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« Antworten #20 am: 26. Mai 2009, 23:09:27 »

Da sehe ich Missbrauchsgefahr. Wenn ich in Gammongefahr bin und etwas Zeit brauche, biete ich Aufgabe Single an und halte die Uhr an.
Oh danke, guter Punkt!!! Sollte ich wohl noch ändern in
"Die Backgammon-Uhr darf während eines Matches angehalten werden, um
- vor dem eigenen Wurf eine Aufgabe des aktuellen Spiels anzubieten "

Das Original, bei dem ich abgekupfert habe, ist eindeutig zu umständlich von wegen wie man genau das Angebot ablehnt, die Turnierleitung hinzuzieht, die die ganze Stellung bewertet usw... Das wird mir zu viel.

 


Welchen Grund sollte es geben, dass die Turnierleitung nicht zulässt, dass zwei Spieler, die das explizit wollen, mit Uhr spielen? Dass eure eine Uhr ggf. nicht zur Verfügung steht ist klar. Aber wenn die Spieler selbst eine Uhr haben?

Das ist, was ich unter Verbindlichkeit der Regeln verstehe. Es sollte halt möglichst viel nicht eine Frage der Stimmung der Turnierleitung sein - wobei ich natürlich davon ausgehe, dass ihr immer bester Stimmung seid  Grinsend - sondern in den Turnierregeln klipp und klar geregelt sein. (Ja, ich weiß, man kann nicht ALLES festlegen. Irgendwann muss auch der normale Menschenverstand greifen ...).

Also, eine Uhr hat bisher noch keiner angeschleppt. Ich werde es mal so belassen, auch wenn Du dann der Meinung bist, am Abend nicht mehr rechtzeitig zurück nach Wilhelmshaven zu kommen und ich Dich dann leider nicht als neuen Spieler gewinnen kann  Grinsend. Unser Regelwerk ist schon ziemlich umfangreich. Am Saisonende werden wir es dann mal durchschauen, ob man das ein bißchen kürzen kann und welche Kompetenzen wir als Turnierleitung brauchen und welche nicht.
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Marc
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« Antworten #21 am: 28. Mai 2009, 14:19:30 »

...
Welchen Grund sollte es geben, dass die Turnierleitung nicht zulässt, dass zwei Spieler, die das explizit wollen, mit Uhr spielen?
...

Aber was ist, wenn nur ein Spieler auf der Uhr besteht?  Gerade der Fall, ist doch in der Einführungszeit zu erwarten.  Besonders ein Spieler der das Match verzögern will, wird dagegen sein und da wäre die Uhr besonders wichtig.
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Hardy
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« Antworten #22 am: 28. Mai 2009, 15:37:20 »

Aber was ist, wenn nur ein Spieler auf der Uhr besteht?


Es gibt drei Formen der Uhren-Nutzung. Ich verwende mal die im Englischen gängigen Begriffe:

  • Clock Option: Die Spieler dürfen, wenn beide dies wollen, mit Uhr spielen.
  • Clock Preference: Sobald ein Spieler mit Uhr spielen will, wird mit Uhr gespielt.
  • Clock Obligation: Es muss mit Uhr gespielt werden.

Meine Anmerkung bezog sich ausschließlich auf Clock Option. Mein Vorschlag wäre, die Möglichkeit der Uhrennutzung wenn beide Spieler mit Uhr spielen wollen, so in die Regeln aufzunehmen. Um mehr ging es nicht (... wobei ich auch dafür plädiere, spätestens in den Finalsspielen Clock Preference vorzugeben).


Hardy   
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« Antworten #23 am: 28. August 2009, 16:45:52 »

Hallo,

ein kleiner Nachtrag, mit der Erfahrung der Deutschen Meisterschaft am letzten Wochenende.

68 Teilnehmer, schon beim Warm-Up wurde hingewiesen, das mehr als ausreichend
Uhren zur Verfügung stehen (über 30) und das man damit stellen kann bzw soll
als Übung auch für andere Turniere.
Es wurde von Freitag bis Sonntag (1) ein Match mit Uhr gespielt.

Gruß Jürgen
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« Antworten #24 am: 31. August 2009, 08:33:14 »

Ich selbst habe bis zum Viertelfinale alle meine Gegner gefragt, aber niemand wollte mit Uhr spielen. Da meine Gegner alle recht zügig spielten, wollte ich dann auch nicht darauf bestehen. Ab dem Halbfinale wollte ich dann auch keine Experimente mehr eingehen - ich bin ja (zumindest im Backgammon) diesbezüglich auch ungeübt.

Trotzdem finde ich es schade, dass es sich nicht durchsetzt.
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The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor,
to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread.
                -- Anatole France
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